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Solitär-Regeln

Die Solitär-Regeln in Kürze: Sie legen 28 Karten in sieben Reihen aus, bauen darauf absteigend und abwechselnd rot und schwarz und bringen alle 52 Karten nach Farben geordnet vom Ass bis zum König auf vier Zielstapel. Hier finden Sie jede Regel im Detail, mit Beispielen, Sonderfällen und den wichtigsten Begriffen.

Inhalt
  1. Was ist Solitär?
  2. Das Spielziel
  3. Der Aufbau: sieben Reihen, Talon und Ablage
  4. Welche Züge sind erlaubt?
  5. Karten vom Talon ziehen: 1 oder 3 Karten
  6. Wann ist das Spiel gewonnen oder verloren?
  7. Zeit und Züge: so zählen wir
  8. Solitär mit echten Karten legen
  9. Begriffe von A bis Z
  10. Regeln anderer Patiencen
  11. Häufige Fragen

Was ist Solitär?

Solitär ist ein Kartenspiel für eine Person. Die Karten werden gemischt und nach festen Regeln ausgelegt, dann versuchen Sie, sie durch geschickte Züge zu ordnen. Einen Gegner gibt es nicht, nur die Verteilung der Karten.

Wenn in Deutschland jemand „Solitär“ sagt, meint er fast immer die Variante Klondike. Um genau diese geht es auf dieser Seite. Klondike gehört zu den Patiencen, so heißen alle Kartenspiele, die man allein legt. Spider, FreeCell oder Pyramide sind ebenfalls Patiencen, haben aber eigene Regeln. Sie stehen weiter unten kurz erklärt.

Sie möchten die Regeln lieber gleich ausprobieren? Dann öffnen Sie einfach das klassische Solitär zum Spielen in einem zweiten Fenster und lesen parallel mit.

Das Spielziel

Am Ende sollen alle 52 Karten auf den vier Zielstapeln liegen. Jeder Zielstapel gehört zu einer Farbe, also Kreuz, Pik, Herz oder Karo. Auf ihm liegen die Karten in aufsteigender Reihenfolge: Ass, 2, 3 und so weiter bis Bube, Dame und König. Sobald alle vier Könige oben liegen, haben Sie gewonnen.

Der Aufbau: sieben Reihen, Talon und Ablage

Zu Beginn wird ein Blatt mit 52 Karten gemischt. Dann entsteht der Aufbau, den Sie auf dem Bild sehen:

TalonAblageZielstapel (Ass bis König)Sieben Reihen: 1 bis 7 Karten, oberste offen
Der Solitär-Aufbau: Talon, Ablage, vier leere Zielstapel und sieben Reihen mit einer bis sieben Karten.
  • Sieben Reihen: Die erste Reihe hat eine Karte, die zweite zwei und so weiter bis zur siebten mit sieben Karten. Nur die oberste Karte jeder Reihe liegt offen. Zusammen sind das 28 Karten, davon 7 offen und 21 verdeckt.
  • Talon: Die restlichen 24 Karten liegen verdeckt als Talon bereit.
  • Ablage: Hierhin kommen die Karten, die Sie vom Talon umdrehen. Zu Beginn ist sie leer.
  • Zielstapel: Vier Plätze für die vier Farben, zu Beginn ebenfalls leer.
BereichKarten zu BeginnWozu er dient
Reihen (Spielfeld)28, davon 7 offenKarten ordnen, verdeckte Karten freilegen
Talon24, verdecktNachschub an Karten
Ablage0umgedrehte Karten aus dem Talon
Zielstapel0je eine Farbe vom Ass bis zum König

Welche Züge sind erlaubt?

Die meisten Züge finden auf den Reihen statt. Dort gilt eine einfache Regel: Sie legen eine Karte auf eine Karte, die genau einen Rang höher ist, und zwar immer Rot auf Schwarz oder Schwarz auf Rot. Kreuz und Pik sind schwarz, Herz und Karo rot.

Erlaubt: Rot auf SchwarzVerboten: Rot auf Rot
Ein erlaubter und ein nicht erlaubter Zug auf den Reihen.
ZugErlaubt?Warum
Herz 8 auf Pik 9jaeinen Rang tiefer, Rot auf Schwarz
Kreuz Dame auf Karo Königjaeinen Rang tiefer, Schwarz auf Rot
Karo 8 auf Herz 9neinbeide Karten sind rot
Pik 8 auf Herz 10neinzwei Ränge Abstand
Herz 5 in eine leere Reiheneindort darf nur ein König hin

Dazu kommen diese Regeln:

  1. Folgen verschieben Liegen auf einer Reihe mehrere offene Karten richtig geordnet, dürfen Sie sie gemeinsam verschieben. Sie können auch an einer Karte in der Mitte der Folge greifen: Dann nehmen Sie diese Karte mit allen Karten mit, die auf ihr liegen.
  2. Verdeckte Karten aufdecken Wird eine verdeckte Karte frei, dreht sie sich um. Mit echten Karten tun Sie das selbst.
  3. Leere Reihen Ist eine Reihe leer, darf dort nur ein König hin, allein oder mit der Folge, die auf ihm liegt.
  4. Karten auf die Zielstapel Ein Zielstapel beginnt immer mit einem Ass. Danach folgen 2, 3 und so weiter in derselben Farbe. Auf den Zielstapel kommt immer nur eine Karte auf einmal, und zwar die oberste einer Reihe oder der Ablage.
  5. Zurück vom Zielstapel Bei uns gilt: Die oberste Karte eines Zielstapels darf wieder auf eine Reihe, wenn sie dort passt. Das hilft, wenn Sie einen Platz für eine niedrigere Karte brauchen.
  6. Karten aus der Ablage Die oberste Karte der Ablage dürfen Sie auf eine Reihe oder auf einen Zielstapel legen.

Nicht erlaubt ist alles andere: Karten auf den Talon oder auf die Ablage legen, verdeckte Karten verschieben oder eine Karte auf eine verdeckte Karte legen.

Karten vom Talon ziehen: 1 oder 3 Karten

Wenn auf dem Spielfeld nichts mehr geht, holen Sie Nachschub vom Talon. Wie viele Karten Sie dabei umdrehen, hängt von der Spielweise ab:

  • 1 Karte ziehen: Jede Karte kommt einzeln auf die Ablage. In jedem Durchgang ist jede Karte des Talons einmal spielbar. Das ist die leichtere Spielweise.
  • 3 Karten ziehen: Drei Karten kommen auf einmal auf die Ablage, spielbar ist nur die oberste. Die darunter erreichen Sie erst, wenn Sie die obere angelegt haben. Das ist deutlich schwieriger. Sie können es beim Solitär mit 3 Karten direkt ausprobieren.

Ist der Talon aufgebraucht, beginnt ein neuer Durchgang: Die Ablage wird umgedreht und ist wieder der Talon, in derselben Reihenfolge und ohne neu zu mischen. Bei uns dürfen Sie das beliebig oft tun. Manche Spielweisen begrenzen die Zahl der Durchgänge. Wenn Sie mit echten Karten spielen, legen Sie am besten vorher fest, was gelten soll.

Wann ist das Spiel gewonnen oder verloren?

Gewonnen haben Sie, wenn alle 52 Karten auf den Zielstapeln liegen. Oft steht der Sieg schon früher fest: wenn alle Karten aufgedeckt sind und alle restlichen Karten der Reihe nach auf die Zielstapel passen. In unserem Spiel erscheint dann die Schaltfläche „Alles ablegen“, die den Rest in einem Zug erledigt.

Verloren ist eine Partie, wenn kein Zug mehr etwas bewirkt: Auf den Reihen passt nichts mehr, und auch ein weiterer Durchgang durch den Talon bringt keine Karte ins Spiel. Nicht jede Verteilung ist lösbar, manchmal liegen die Karten einfach ungünstig. Dann hilft nur eine neue Partie, oder Sie starten dieselbe Verteilung mit „Nochmal“ von vorn und versuchen einen anderen Weg.

Eine Ausnahme ist das Tagesspiel. Es wird für das Ziehen von einer und von drei Karten vorab von einem Lösungsprogramm geprüft und ist garantiert lösbar.

Zeit und Züge: so zählen wir

Viele Solitär-Versionen vergeben Punkte, und die Regeln dafür unterscheiden sich. Bei uns gibt es keine Punkte. Wir zählen nur zwei Dinge, die jeder sofort versteht:

  • Züge: Der Zähler steigt mit jedem Zug, auch mit jedem Ziehen vom Talon.
  • Zeit: Die Uhr läuft, solange Sie spielen. In den Einstellungen können Sie sie ausblenden.

In Ihrer Statistik sehen Sie Ihre beste Zeit und Ihren Sieg mit den wenigsten Zügen, außerdem gespielte und gewonnene Partien, Ihre Gewinnquote sowie Ihre aktuelle und Ihre längste Siegesserie. Alles bleibt im Speicher Ihres Browsers, ohne Konto.

Solitär mit echten Karten legen

Zum Patience-Legen am Tisch brauchen Sie ein Blatt mit 52 Karten, etwa ein Rommé- oder Bridgeblatt ohne Joker. So legen Sie die Karten aus:

  1. Mischen Mischen Sie die Karten gründlich.
  2. Erste Runde Legen Sie von links nach rechts sieben Karten nebeneinander: die erste offen, die sechs anderen verdeckt.
  3. Weitere Runden Legen Sie auf die Reihen zwei bis sieben je eine Karte, die auf Reihe zwei offen, die anderen verdeckt. Dann auf die Reihen drei bis sieben, wieder die erste offen. So geht es weiter, bis auf Reihe sieben die siebte Karte offen liegt.
  4. Talon Die übrigen 24 Karten legen Sie verdeckt als Talon beiseite. Lassen Sie oberhalb der Reihen Platz für die vier Zielstapel.
  5. Ziehen Beim Ziehen einer Karte drehen Sie die oberste Karte des Talons um und legen sie offen auf die Ablage. Beim Ziehen von drei Karten nehmen Sie die obersten drei zusammen und drehen sie als Päckchen um. Oben liegt dann die dritte Karte, und nur sie ist spielbar.
  6. Neuer Durchgang Ist der Talon leer, drehen Sie die Ablage als Ganzes um, ohne zu mischen. Sie ist jetzt wieder der Talon.

Mit echten Karten müssen Sie selbst darauf achten, verdeckte Karten umzudrehen, sobald sie frei werden. Und „Rückgängig“ gibt es am Küchentisch nicht.

Begriffe von A bis Z

Für Solitär gibt es viele Namen und Bezeichnungen. Auf dieser Website verwenden wir überall dieselben Begriffe, dieselben wie im Spiel:

BegriffBedeutung
AblageDie offenen Karten, die Sie vom Talon umgedreht haben. Nur die oberste ist spielbar.
AssDie niedrigste Karte. Jeder Zielstapel beginnt mit einem Ass.
Bube, Dame, KönigDie Bildkarten, auf unseren Karten mit B, D und K beschriftet. Der König ist die höchste Karte.
DurchgangEinmal den ganzen Talon durchziehen, bis er leer ist.
FarbeEine der vier Kartenfarben Kreuz, Pik, Herz oder Karo. Kreuz und Pik sind schwarz, Herz und Karo rot. Beim Bauen auf den Reihen zählt nur, ob eine Karte rot oder schwarz ist.
FolgeMehrere offene Karten auf einer Reihe, absteigend und abwechselnd rot und schwarz geordnet.
KlondikeDer Name der Patience, die man in Deutschland meist einfach Solitär nennt.
PatienceOberbegriff für Kartenspiele, die man allein legt.
ReiheEine der sieben Spalten auf dem Spielfeld. Anderswo heißen sie auch Stapel oder Spalten.
SpielfeldAlle sieben Reihen zusammen, manchmal auch Tableau genannt.
SpielnummerDie Nummer einer Verteilung. Mit ihr lässt sich dieselbe Partie wieder aufrufen oder teilen.
TagesspielDie Partie des Tages, für alle gleich.
TalonDer verdeckte Stapel mit den Karten, die zu Beginn nicht ausgelegt werden. Anderswo auch Nachziehstapel genannt.
ZielstapelDie vier Stapel, auf denen jede Farbe vom Ass bis zum König gesammelt wird. Anderswo heißen sie Fundament oder auch Ablagestapel, was leicht mit der Ablage verwechselt wird.
ZugJede einzelne Aktion: eine Karte oder Folge bewegen oder vom Talon ziehen.

Nicht verwechseln: Brettsolitär. Solitär heißt auch ein Brettspiel ganz ohne Karten. Auf dem englischen Brett mit 33 Löchern stecken 32 Spielsteine, nur das mittlere Loch ist frei. Ein Stein springt waagerecht oder senkrecht über einen Nachbarn in ein freies Loch, der übersprungene Stein wird entfernt. Ziel ist, dass nur ein Stein übrig bleibt, am besten in der Mitte. Regeln, Tipps und eine spielbare Version finden Sie beim Solitär-Brettspiel, den kompletten Lösungsweg in der Brettsolitär-Lösung.

Regeln anderer Patiencen

Klondike ist nur eine von vielen Patiencen. Die folgenden Varianten können Sie bei uns spielen. Die vollständigen Regeln stehen jeweils auf der Seite des Spiels, direkt unter dem Kartentisch.

  • Spider Solitär: 104 Karten aus zwei Blättern, zehn Reihen. Sie dürfen jede Karte auf eine um eins höhere legen, egal in welcher Farbe. Mehrere Karten zusammen verschieben dürfen Sie aber nur, wenn sie eine absteigende Folge in derselben Farbe bilden. Eine vollständige Folge vom König bis zum Ass in einer Farbe verschwindet vom Tisch. Je nach Schwierigkeit spielen Sie mit einer Farbe, zwei Farben oder vier Farben.
  • FreeCell: Alle 52 Karten liegen offen in acht Reihen. Dazu kommen vier freie Zellen für je eine Karte. Gebaut wird absteigend und abwechselnd rot und schwarz, in eine leere Reihe darf jede Karte.
  • Pyramide: 28 Karten bilden eine Pyramide. Sie entfernen Paare freier Karten, deren Werte zusammen 13 ergeben. Ein König zählt 13 und geht allein.
  • Tri-Peaks: Drei Gipfel aus 28 Karten. Auf die Ablage kommt jede freie Karte, die einen Rang höher oder tiefer ist als deren oberste Karte, egal in welcher Farbe. Bei uns folgen König und Ass aufeinander.
  • Golf: Sieben offene Reihen mit je fünf Karten. Auf die Ablage legen Sie die oberste Karte einer Reihe, wenn sie einen Rang höher oder tiefer ist als die oberste Karte der Ablage. Anders als bei Tri-Peaks folgen König und Ass nicht aufeinander, und auf einen König kommt nichts mehr.
  • Yukon: Aufbau wie beim Klondike, aber ohne Talon. Jede offene Karte darf mit allem, was auf ihr liegt, auf eine um eins höhere Karte verschoben werden, wieder Rot auf Schwarz oder Schwarz auf Rot, auch wenn die Karten auf ihr nicht geordnet sind.

Welche Patience zu Ihnen passt, zeigt der Überblick über alle Patiencen. Und wenn Sie die Regeln des Klondike sicher beherrschen, lernen Sie in der Solitär-Strategie, wie Sie Ihre Partien öfter gewinnen.

Häufige Fragen

Wie spielt man Solitär?

Sie legen 28 Karten in sieben Reihen aus, von einer bis sieben Karten, nur die oberste jeweils offen. Auf den Reihen bauen Sie absteigend und abwechselnd rot und schwarz. Die übrigen 24 Karten ziehen Sie nach und nach vom Talon. Ziel ist, alle Karten nach Farben vom Ass bis zum König auf vier Zielstapel zu legen.

Wie viele Karten braucht man für Solitär?

Ein Blatt mit 52 Karten: vier Farben mit je 13 Karten vom Ass bis zum König. Joker werden nicht gebraucht. 28 Karten liegen zu Beginn in den Reihen, 24 im Talon.

Darf man in Solitär eine leere Reihe mit jeder Karte belegen?

Nein. In eine leere Reihe darf nur ein König, entweder allein oder mit einer richtig geordneten Folge, die auf ihm liegt. Andere Patiencen wie FreeCell oder Spider erlauben dort jede Karte.

Wie oft darf man den Talon durchgehen?

Bei uns beliebig oft: Ist der Talon leer, wird die Ablage in derselben Reihenfolge wieder zum Talon. Es gibt aber Spielweisen, die die Zahl der Durchgänge begrenzen. Mit echten Karten sollten Sie das vor dem Spiel festlegen.

Was ist der Unterschied zwischen Solitär und Patience?

Patience ist der Oberbegriff für Kartenspiele, die man allein legt. Solitär meint im Alltag meist eine bestimmte Patience, nämlich Klondike. Viele sagen aber auch einfach Patience dazu, wenn sie Klondike meinen.

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Aktualisiert am 30. September 2026