Patiencen: Kartenspiele für eine Person
Eine Patience ist ein Kartenspiel, das Sie allein legen: Sie bringen ein gemischtes Blatt nach festen Regeln in Ordnung, bis alle Karten sortiert oder abgeräumt sind. Hier finden Sie sieben Patiencen und das Brettsolitär, die Sie sofort im Browser spielen können – kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Download.
Inhalt
Was ist eine Patience?
Eine Patience hat keinen Gegner. Sie spielen gegen die Reihenfolge, in der die Karten nach dem Mischen liegen. Jede Patience beginnt mit einem festen Aufbau: Ein Teil der Karten wird nach einem Muster auf den Tisch gelegt, der Rest bleibt als Vorrat liegen. Danach ziehen Sie Karten um, bis das Ziel erreicht ist oder kein Zug mehr möglich ist.
Im Deutschen werden „Patience“ und „Solitär“ oft gleichbedeutend verwendet. Genau genommen ist Patience der Oberbegriff für alle Kartenspiele dieser Art. Wer „Solitär“ sagt, meint meistens eine bestimmte Patience: das klassische Klondike mit sieben Reihen, das Sie auf unserer Startseite mit Solitär zum Sofortspielen finden. Im Englischen heißen dieselben Spiele „Solitaire“.
Ob eine Partie aufgeht, hängt bei jeder Patience von zwei Dingen ab: vom Mischen und von Ihren Entscheidungen. Wie stark das eine oder das andere zählt, unterscheidet die Patiencen deutlich voneinander. Bei FreeCell liegen alle Karten offen, und fast jede Verteilung ist lösbar. Bei Golf entscheidet oft die Reihenfolge im Talon, ob es klappt.
Zwei Familien: sortieren oder abräumen
Die meisten Patiencen lassen sich einer von zwei Gruppen zuordnen. Bei den Sortier-Patiencen ordnen Sie alle Karten nach Farbe und Rang. Dazu gehören Solitär (Klondike), FreeCell und Yukon: Die Karten landen dort auf den Zielstapeln, vom Ass bis zum König. Spider gehört ebenfalls dazu, nur bauen Sie dort vollständige Folgen vom König bis zum Ass in den Reihen, die dann von selbst abgelegt werden.
Bei den Abräum-Patiencen geht es nicht um Ordnung, sondern darum, den Aufbau leer zu spielen. Bei Pyramide nehmen Sie Paare weg, deren Werte zusammen 13 ergeben. Bei Tri-Peaks und Golf legen Sie Karten auf die Ablage, die um genau einen Rang höher oder niedriger sind als die oberste Karte dort. Diese Partien sind kürzer, und der Talon spielt eine größere Rolle.
Die wichtigsten Begriffe
Auf allen Seiten und im Spiel verwenden wir dieselben Wörter:
- Talon: der verdeckte Vorrat, von dem Sie Karten ziehen.
- Ablage: der offene Stapel neben dem Talon, auf den die aufgedeckten Karten kommen.
- Zielstapel: die vier Stapel, auf denen Sie je eine Farbe vom Ass bis zum König sammeln.
- Reihen: die Spalten im Spielfeld, in denen Sie Karten umlegen.
- Freie Zellen: vier Ablageplätze für je eine Karte, nur bei FreeCell.
Alle Patiencen im Überblick
Jede Karte führt direkt zum Spiel. Die Regeln der jeweiligen Patience stehen unter dem Spielfeld.
Solitär, Spider und FreeCell
Beim Solitär bauen Sie in sieben Reihen absteigend und abwechselnd rot auf schwarz; der Talon liefert Nachschub. Wer es schwerer mag, wählt Solitär mit drei Karten pro Zug: Dann ist von den drei aufgedeckten Karten jeweils nur die oberste spielbar.
Beim Spider Solitär mit zehn Reihen spielen Sie mit 104 Karten. Mit einer Farbe ist es ein guter Einstieg, mit vier Farben eine echte Herausforderung. FreeCell mit vier freien Zellen ist das Gegenteil einer Glückspatience: Alle 52 Karten liegen offen, und nach einer verbreiteten Schätzung sind etwa 99,999 Prozent aller möglichen Verteilungen lösbar.
Pyramide, Tri-Peaks und Golf
Diese drei Abräum-Patiencen sind schnell erklärt und eignen sich für eine kurze Pause. Bei der Pyramide, in der Sie Paare mit der Summe 13 bilden, liegen 28 Karten in sieben Reihen übereinander. Ein König verschwindet allein, alle anderen Karten nur paarweise, zum Beispiel eine 6 mit einer 7.
Bei Tri-Peaks mit seinen drei Gipfeln legen Sie freie Karten auf die Ablage, wenn sie genau einen Rang über oder unter der obersten Ablagekarte liegen. Bei uns folgen König und Ass aufeinander, sodass lange Ketten möglich sind. Golf Solitär mit sieben offenen Reihen funktioniert ähnlich, ist aber strenger: Auf einen König darf nichts gelegt werden, und vom König zum Ass gibt es keinen Übergang.
Yukon
Yukon, die Patience ohne Talon, sieht auf den ersten Blick aus wie Klondike. Alle 52 Karten liegen aber von Anfang an in den sieben Reihen. Dafür dürfen Sie jede offene Karte samt allem, was darauf liegt, umlegen, auch wenn diese Karten nicht geordnet sind. Das macht Yukon zu einer Patience, bei der Sie viel planen können.
Doppel-Solitär und Crescent
Zwei Patiencen mit 104 Karten für lange Partien. Das Doppel-Solitär mit neun Reihen und acht Zielstapeln folgt den Regeln des Klondike, nur mit zwei Kartenspielen und einem Talon von 59 Karten. Crescent, die Halbmond-Patience, funktioniert anders: Von jeder Farbe liegen ein Ass und ein König schon bereit, die Zielstapel wachsen aufwärts und abwärts, und in den 16 Stapeln legen Sie in derselben Farbe einen Rang höher oder tiefer an. Statt eines Talons gibt es drei Umläufe.
Welche Patience passt zu mir?
Die Tabelle vergleicht die Patiencen nach ihren Regeln. Die Angaben zu Glück, Dauer und Einstieg sind grobe Einordnungen, keine gemessenen Werte.
| Patience | Verdeckte Karten zu Beginn | Anteil Glück | Dauer einer Partie | Einstieg |
|---|---|---|---|---|
| Solitär, 1 Karte | 21 in den Reihen, 24 im Talon | mittel | mittel | leicht |
| Solitär, 3 Karten | 21 in den Reihen, 24 im Talon | mittel bis hoch | mittel | mittel |
| Spider, 1 Farbe | 44 in den Reihen, 50 im Talon | gering | lang | leicht |
| Spider, 4 Farben | 44 in den Reihen, 50 im Talon | mittel | lang | schwer |
| FreeCell | keine, alle 52 offen | sehr gering | mittel | mittel |
| Pyramide | nur der Talon (24) | hoch | kurz | leicht |
| Tri-Peaks | 18 in den Gipfeln, 23 im Talon | hoch | kurz | leicht |
| Golf | nur der Talon (16) | hoch | kurz | leicht zu lernen, schwer zu gewinnen |
| Yukon | 21 in den Reihen, kein Talon | mittel | mittel | mittel |
| Doppel-Solitär | 36 in den Reihen, 59 im Talon | mittel | lang | leicht |
| Crescent | 80 in den Stapeln, kein Talon | hoch | mittel | mittel |
Sie wollen einfach entspannen? Dann passt das klassische Solitär mit einer Karte oder Spider mit einer Farbe. Beide verzeihen Fehler, und mit „Rückgängig“ nehmen Sie jeden Zug ohne Nachteil zurück.
Sie haben nur fünf Minuten? Pyramide, Tri-Peaks und Golf sind in kurzer Zeit gespielt. Sie verlieren hier öfter, fangen aber genauso schnell eine neue Partie an.
Sie knobeln gern? Dann sind FreeCell und Yukon die richtige Wahl. Weil fast alles offen liegt, können Sie mehrere Züge im Voraus durchdenken. Spider mit vier Farben stellt Geduld und Planung auf eine harte Probe.
Tipp für den Vergleich: Die Statistik zählt jede Variante getrennt. So sehen Sie nach einigen Partien, bei welcher Patience Ihre Gewinnquote am höchsten ist.
Patience legen mit echten Karten
Alle Patiencen auf dieser Seite lassen sich auch am Tisch legen. Für Solitär, FreeCell, Pyramide, Tri-Peaks, Golf und Yukon brauchen Sie ein gewöhnliches Blatt mit 52 Karten in den vier Farben Kreuz, Pik, Herz und Karo, ohne Joker. Spider verlangt zwei solcher Blätter. Ein Skatblatt mit 32 Karten reicht nicht, weil die Karten von 2 bis 6 fehlen. Im Handel gibt es eigene Patiencekarten, nötig sind sie aber nicht.
So gehen Sie vor:
- Gut mischen. Bei echten Karten liegen nach einer gewonnenen Partie oft ganze Farben zusammen. Mischen Sie deshalb gründlich, sonst wird die nächste Verteilung zu leicht.
- Aufbau legen. Legen Sie die Karten genau nach dem Muster der Patience aus. Beim Solitär sind das sieben Reihen mit einer bis sieben Karten, von denen jeweils nur die oberste offen liegt.
- Platz lassen. Über den Reihen brauchen Sie Raum für vier Zielstapel, daneben für Talon und Ablage.
- Regeln festlegen. Entscheiden Sie vorher, wie oft der Talon durchgespielt werden darf, und halten Sie sich daran.
Den vollständigen Ablauf mit Aufbau, erlaubten Zügen und Sonderfällen finden Sie in unseren Solitär-Regeln Schritt für Schritt. Wer öfter gewinnen möchte, liest danach die Strategie für Solitär.
Online nimmt Ihnen das Programm einiges ab: Es erlaubt nur regelkonforme Züge, deckt verdeckte Karten automatisch auf und zählt Züge und Zeit mit. Am Tisch achten Sie selbst darauf. Dafür hat das Legen mit echten Karten seinen eigenen Reiz, gerade ohne Bildschirm.
Brettsolitär: die Patience ohne Karten
Im Deutschen heißt noch ein ganz anderes Spiel Solitär: das Brettspiel mit Steinen, Stiften oder Kugeln, oft aus Holz. Es ist keine Patience im eigentlichen Sinn, denn es kommen keine Karten vor. Die Idee ist aber verwandt: Sie spielen allein, nach festen Regeln, und brauchen Geduld.
Das englische Brett hat 33 Löcher in Kreuzform. Zu Beginn stecken 32 Steine darin, nur das Loch in der Mitte ist frei. Ein Stein springt waagerecht oder senkrecht über einen Nachbarstein in ein freies Loch dahinter, der übersprungene Stein wird entfernt. Ziel ist, dass am Ende nur ein Stein übrig bleibt, am besten genau in der Mitte. Sie können das Solitär-Brettspiel online ausprobieren und finden dort auch den Weg zur vollständigen Lösung.
Kartenspiele kostenlos: was Sie hier finden – und was nicht
Wer nach kostenlosen Kartenspielen sucht, soll wissen, woran er ist. Diese Seite hat sich auf Patiencen für eine Person spezialisiert. Skat, Rommé, Doppelkopf oder Poker gibt es hier nicht, ebenso wenig Partien gegen andere Menschen oder gegen den Computer.
Alle Patiencen sind kostenlos. Sie brauchen kein Konto und laden nichts herunter. Derzeit zeigen wir auch keine Werbung. Die Spiele laufen auf dem Computer, dem Tablet und dem Handy. Nach dem ersten Besuch funktionieren die bereits geöffneten Seiten auch ohne Internetverbindung.
Was alle Patiencen hier gemeinsam haben
Ganz gleich, welche Kartenpatience Sie wählen, die Bedienung bleibt dieselbe:
- Ziehen oder antippen: Sie ziehen eine Karte an ihren Platz oder tippen sie an, dann legt das Spiel sie an die beste erlaubte Stelle, bevorzugt auf einen Zielstapel.
- „Rückgängig“ nimmt beliebig viele Züge zurück, ohne Strafe.
- „Tipp“ hebt einen sinnvollen Zug hervor. Gibt es keinen, erscheint „Kein sinnvoller Zug gefunden“.
- „Tagesspiel“: Jeden Tag gibt es pro Variante eine Verteilung, die alle Spieler gleich bekommen. Beim Solitär und bei FreeCell ist jedes Tagesspiel vorab von einem Lösungsprogramm geprüft und damit sicher lösbar.
- Spielnummer: Jede Verteilung hat eine Nummer. So können Sie eine Partie wiederholen oder weitergeben.
- „Einstellungen“: Kartengröße „Normal“, „Groß“ oder „Sehr groß“, das Vier-Farben-Blatt, die Anzeige der Zeit und die Art der Bedienung.
- „Statistik“: Partien, Siege, Serien, beste Zeit und wenigste Züge, getrennt nach Variante und nur in Ihrem Browser gespeichert.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Patience und Solitär?
Im Alltag meinen beide Wörter dasselbe: ein Kartenspiel, das Sie allein legen. „Patience“ ist der Oberbegriff für alle diese Spiele. Mit „Solitär“ ist meist eine bestimmte Patience gemeint, das klassische Klondike mit sieben Reihen und Talon, das Sie auf der Startseite spielen können. Im Deutschen heißt außerdem das Steckspiel mit 33 Löchern Solitär.
Welche Patience ist am leichtesten?
Zum Einstieg eignen sich Solitär mit einer Karte und Spider mit einer Farbe: Die Regeln sind schnell verstanden, und viele Partien lassen sich gewinnen. Golf, Pyramide und Tri-Peaks sind ebenfalls schnell gelernt, gehen aber oft verloren, weil der Talon nur begrenzt hilft. FreeCell verlangt mehr Planung, dafür entscheidet fast nie das Glück.
Welche Patiencen kann man hier spielen?
Solitär (Klondike) mit einer oder drei Karten, Spider mit einer, zwei oder vier Farben, FreeCell, Pyramide, Tri-Peaks, Golf und Yukon. Dazu kommt das Brettsolitär, ein Steckspiel ohne Karten. Solitär, Spider und FreeCell gibt es auch mit großen Karten.
Kann man Patiencen auch zu zweit spielen?
Patiencen sind Spiele für eine Person, und auf dieser Seite gibt es keinen Mehrspielermodus. Sie können aber gegeneinander antreten: Spielen Sie beide das Tagesspiel oder dieselbe Spielnummer und vergleichen Sie danach Züge und Zeit.
Welche Karten braucht man, um eine Patience zu legen?
Für die meisten Patiencen reicht ein gewöhnliches Blatt mit 52 Karten ohne Joker. Spider braucht zwei solcher Blätter, also 104 Karten. Ein Skatblatt mit 32 Karten genügt für diese Patiencen nicht.
Kostet das Spielen etwas?
Nein. Alle Patiencen auf dieser Seite sind kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Download spielbar. Derzeit gibt es auch keine Werbung.
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Aktualisiert am 30. September 2026