Solitär-Brettspiel: Lösung
Solitär-Brettspiel: Lösung für das englische Brett mit 33 Löchern und freier Mitte. Nach 31 Sprüngen bleibt ein einziger Stein übrig, und er steht genau in der Mitte. Unten können Sie die Lösung Sprung für Sprung durchgehen oder am Stück ablaufen lassen.
Inhalt
So nutzen Sie die Vorführung
Das Brett oben zeigt die Lösung Schritt für Schritt. Mit „Weiter“ sehen Sie den nächsten Sprung, mit „Zurück“ den vorherigen. „Abspielen“ lässt alle Sprünge nacheinander ablaufen. So können Sie in Ruhe verfolgen, welcher Stein springt und welcher dabei verschwindet.
Wenn Sie lieber selbst probieren, spielen Sie das Solitär-Brettspiel online mit Rückgängig-Funktion und kommen bei Bedarf hierher zurück. Lehrreich ist es, zuerst einige Partien allein zu versuchen und dann zu vergleichen, an welcher Stelle der eigene Weg von der Lösung abweicht.
Die Schreibweise der Züge
Jedes Loch hat einen Namen aus einem Buchstaben und einer Zahl. Die Buchstaben a bis g bezeichnen die Spalten, die Zahlen 1 bis 7 die Reihen. Das mittlere Loch heißt d4.
Weil das Brett ein Kreuz ist, gibt es nicht alle 49 Kombinationen. Welche Löcher existieren, zeigt die Tabelle:
| Reihen | Vorhandene Spalten | Löcher |
|---|---|---|
| 1 und 2 | c, d, e | 6 |
| 3, 4 und 5 | a bis g | 21 |
| 6 und 7 | c, d, e | 6 |
| Zusammen | 33 | |
Ein Zug wird als Start und Ziel geschrieben, verbunden durch einen Strich. „d2–d4“ heißt: Der Stein auf d2 springt nach d4. Das übersprungene Loch wird nicht eigens genannt, denn es liegt immer genau zwischen Start und Ziel, hier also d3. Der Stein auf d3 wird entfernt. Genauso bedeutet „b4–d4“, dass der Stein auf b4 über c4 nach d4 springt.
Start und Ziel liegen immer in derselben Spalte oder in derselben Reihe, zwei Löcher voneinander entfernt. Deshalb erkennen Sie in jeder Zeile auf einen Blick, welcher Stein übersprungen wird.
Die vollständige Lösung
Die Tabelle nennt alle 31 Sprünge in der richtigen Reihenfolge. Nach dem letzten Sprung ist nur noch ein Stein übrig, und er steht in d4.
| Sprung | Von–nach | Übersprungen | Steine übrig |
|---|---|---|---|
| 1 | d6–d4 | d5 | 31 |
| 2 | b5–d5 | c5 | 30 |
| 3 | c7–c5 | c6 | 29 |
| 4 | e7–c7 | d7 | 28 |
| 5 | d5–b5 | c5 | 27 |
| 6 | a5–c5 | b5 | 26 |
| 7 | e5–e7 | e6 | 25 |
| 8 | g5–e5 | f5 | 24 |
| 9 | c4–c6 | c5 | 23 |
| 10 | c7–c5 | c6 | 22 |
| 11 | a4–c4 | b4 | 21 |
| 12 | c4–c6 | c5 | 20 |
| 13 | e4–c4 | d4 | 19 |
| 14 | g4–e4 | f4 | 18 |
| 15 | e4–e6 | e5 | 17 |
| 16 | e7–e5 | e6 | 16 |
| 17 | c3–c5 | c4 | 15 |
| 18 | c6–c4 | c5 | 14 |
| 19 | a3–c3 | b3 | 13 |
| 20 | d3–b3 | c3 | 12 |
| 21 | e2–e4 | e3 | 11 |
| 22 | g3–e3 | f3 | 10 |
| 23 | c1–c3 | c2 | 9 |
| 24 | c4–c2 | c3 | 8 |
| 25 | e1–c1 | d1 | 7 |
| 26 | c1–c3 | c2 | 6 |
| 27 | b3–d3 | c3 | 5 |
| 28 | d3–f3 | e3 | 4 |
| 29 | e5–e3 | e4 | 3 |
| 30 | f3–d3 | e3 | 2 |
| 31 | d2–d4 | d3 | 1 |
Wie man einen Lösungsweg aufbaut
Die Tabelle zeigt einen fertigen Weg. Wer verstehen will, warum er funktioniert, oder selbst eine Lösung sucht, kann die Partie in vier Abschnitte teilen.
1. Die Eröffnung
Zu Beginn ist nur d4 frei. Jede Lösung beginnt deshalb mit einem Sprung in die Mitte, von d2, d6, b4 oder f4 aus. Alle vier sind gleichwertig, weil das Brett symmetrisch ist.
2. Die Arme abräumen
Die vier Arme des Kreuzes sind der schwierigste Teil. Ihre äußeren Steine haben nur wenige Nachbarn. Übersichtlich ist es, einen Arm nach dem anderen zu leeren, statt überall gleichzeitig zu springen. So bleibt kein Stein einsam in einem Arm zurück, den später niemand mehr erreicht.
3. Den Kern abbauen
Sind die Arme leer, stehen nur noch Steine im mittleren Quadrat von c3 bis e5. Jetzt geht es darum, sie so zu verringern, dass immer ein Nachbar zum Überspringen bleibt.
4. Der Schlusssprung
Soll der letzte Stein in der Mitte stehen, muss der letzte Sprung in d4 enden. Er kommt also von d2, d6, b4 oder f4 und springt über d3, d5, c4 oder e4. Damit spiegelt das Ende den Anfang: Die Partie beginnt mit einem Sprung in die Mitte und endet mit einem.
Merkhilfe: Vor jedem Sprung fragen, ob danach ein Stein ohne Nachbarn zurückbleibt. Wer diese eine Frage stellt, vermeidet viele Sackgassen.
31 Sprünge, aber nur 18 Züge
Jeder Sprung entfernt genau einen Stein. Von 32 Steinen zu einem führen deshalb immer genau 31 Sprünge, ganz gleich, welchen Weg Sie wählen.
Anders sieht es aus, wenn man mehrere Sprünge desselben Steins hintereinander als einen einzigen Zug zählt. Dann lässt sich die Partie in 18 Zügen lösen. Diese Lösung fand Ernest Bergholt im Jahr 1912. Dass es nicht mit weniger Zügen geht, bewies John Beasley 1964.
Die Lösung auf einem Holzbrett nachspielen
Haben Sie ein Holz- oder Steckbrett mit 33 Löchern, gilt die Lösung ebenso. Legen Sie das Brett so vor sich, dass es zur Abbildung oben passt, und gehen Sie die Tabelle Zeile für Zeile durch. Entfernen Sie nach jedem Sprung sofort den übersprungenen Stein und setzen Sie beim Lesen ein Häkchen, damit Sie keine Zeile doppelt spielen.
Unterläuft Ihnen ein Fehler, hilft die Vorführung oben: Spielen Sie dort bis zu der Zeile, an der Sie stehen, und vergleichen Sie die Stellung mit Ihrem Brett. Für das französische Brett mit 37 Löchern taugt diese Lösung nicht. Dort gibt es mit freier Mitte zu Beginn keine Lösung.
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Häufige Fragen
Wie löst man das Solitär-Brettspiel?
Auf dem englischen Brett mit freier Mitte führen 31 Sprünge zu einem einzigen Stein in der Mitte. Gehen Sie die Tabelle auf dieser Seite der Reihe nach durch oder lassen Sie die Lösung mit „Abspielen“ ablaufen. Wer selbst sucht, räumt am besten einen Arm des Kreuzes nach dem anderen ab und achtet darauf, dass kein Stein allein zurückbleibt.
Wie viele Züge braucht man beim Solitär-Brettspiel?
Immer 31 Sprünge, denn jeder Sprung entfernt genau einen der 32 Steine. Zählt man mehrere Sprünge desselben Steins hintereinander als einen Zug, reichen 18 Züge. Diese kürzeste Lösung fand Ernest Bergholt 1912, und John Beasley bewies 1964, dass es keine kürzere gibt.
Gibt es nur eine Lösung?
Nein. Schon durch Drehen oder Spiegeln des Bretts entstehen aus einer Lösung weitere, gleichwertige Lösungen. Die Tabelle zeigt einen vollständigen Weg, nicht den einzigen.
Was bedeutet „d2–d4“?
Der Stein auf dem Loch d2 springt über den Stein auf d3 in das freie Loch d4. Der übersprungene Stein auf d3 wird entfernt. Die Buchstaben a bis g bezeichnen die Spalten, die Zahlen 1 bis 7 die Reihen.
Gibt es auch eine Lösung für das französische Brett?
Nicht mit freier Mitte zu Beginn. Auf dem französischen Brett mit 37 Löchern gibt es von dieser Ausgangsstellung aus keine Lösung, wenn nur waagerecht und senkrecht gesprungen wird. Die Lösung auf dieser Seite gilt für das englische Brett mit 33 Löchern.
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Aktualisiert am 30. September 2026