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Solitär-Brettspiel

Das Solitär-Brettspiel ist ein Denkspiel für eine Person: Ein Stein springt über einen anderen, der übersprungene Stein wird entfernt, bis nur noch einer übrig ist – im besten Fall genau in der Mitte. Oben liegt das englische Brett mit 33 Löchern bereit, kostenlos und ohne Anmeldung.

So funktioniert das Solitär-Brettspiel

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Das englische Brett zu Beginn: 32 Steine, nur die Mitte d4 ist frei.

Das Brett. Das englische Brett hat 33 Löcher, angeordnet wie ein Kreuz mit vier gleich langen Armen. Zu Beginn steckt in jedem Loch ein Stein, nur das Loch in der Mitte bleibt frei. Es sind also 32 Steine im Spiel.

Der Sprung. Ein Stein springt über einen direkt benachbarten Stein in das freie Loch unmittelbar dahinter. Der übersprungene Stein wird vom Brett genommen. Gesprungen wird nur waagerecht oder senkrecht, niemals diagonal. Über ein leeres Loch oder über zwei Steine hinweg darf nicht gesprungen werden.

Das Ziel. Die Partie endet, wenn kein Sprung mehr möglich ist. Bleibt nur ein Stein übrig, haben Sie gewonnen. Steht dieser letzte Stein in der Mitte, ist die Lösung perfekt.

31 Sprünge. Jeder Sprung entfernt genau einen Stein. Wer von 32 Steinen auf einen kommen will, braucht deshalb immer genau 31 Sprünge, nicht mehr und nicht weniger.

So bedienen Sie das Brett

  1. Stein wählen. Tippen Sie den Stein an, der springen soll.
  2. Ziel antippen. Tippen Sie dann auf das freie Loch, in dem er landen soll. Alternativ ziehen Sie den Stein direkt dorthin.
  3. Weiterspielen. Der übersprungene Stein verschwindet, der Zähler zeigt, wie viele Steine noch übrig sind.
  4. Korrigieren. „Rückgängig“ nimmt Sprünge zurück, „Neu“ stellt das Brett wieder auf.

Am Ende sagt Ihnen das Spiel, wie es ausgegangen ist: gewonnen, wenn ein Stein übrig bleibt, und perfekt, wenn er in der Mitte steht.

Die Bezeichnung der Löcher

Um Züge aufzuschreiben, erhalten die Spalten die Buchstaben a bis g und die Reihen die Zahlen 1 bis 7. Das mittlere Loch heißt d4. Weil das Brett ein Kreuz ist, gibt es nicht jedes Feld: In den Reihen 1, 2, 6 und 7 existieren nur die Spalten c, d und e. Der Sprung „d2–d4“ bedeutet: Der Stein auf d2 springt über d3 nach d4, und der Stein auf d3 wird entfernt.

Englisches und französisches Brett

Es gibt zwei verbreitete Bretter, das englische und das französische. Hier spielen Sie das englische Brett.

Englisches BrettFranzösisches Brett
Löcher3337
FormKreuzKreuz mit zusätzlichen Löchern in den Ecken zwischen den Armen
Steine zu Beginn, wenn die Mitte frei ist3236
Lösbar mit freier Mitte zu Beginn?ja, auch mit dem letzten Stein in der Mittenein
Auf dieser Seite spielbarjanein

Das französische, auch europäische Brett hat vier Löcher mehr. Das klingt nach einem kleinen Unterschied, hat aber eine große Folge: Beginnt man dort mit freier Mitte und springt nur waagerecht und senkrecht, gibt es keine Lösung. Wer ein französisches Brett besitzt und sich über ausweglose Partien wundert, kennt jetzt den Grund.

Das Spiel ist alt. Die erste bekannte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1697 vom Hof Ludwigs XIV.: Die Zeitschrift „Mercure galant“ berichtete im August 1697 darüber.

Ein Beispiel: die ersten beiden Sprünge

Am besten verstehen Sie das Spiel an einer konkreten Stellung. Angenommen, Sie beginnen mit „d2–d4“: Der Stein auf d2 springt über d3 in die Mitte, der Stein auf d3 wird entfernt. Jetzt sind d2 und d3 frei, alle anderen 31 Löcher sind besetzt.

Welche Sprünge sind nun möglich? In das Loch d2 kann kein Stein springen. Von d4 aus müsste er über d3 springen, und das ist leer. Von der anderen Seite geht es nicht, weil hinter d1 kein Loch mehr kommt. Und seitlich besteht Reihe 2 nur aus c2, d2 und e2, sodass auch dort der Anlauf fehlt. In das Loch d3 dagegen führen drei Sprünge:

  • d5–d3: Der Stein auf d5 springt über d4 nach d3.
  • b3–d3: Der Stein auf b3 springt über c3 nach d3.
  • f3–d3: Der Stein auf f3 springt über e3 nach d3.

Die Sprünge b3–d3 und f3–d3 sind Spiegelbilder voneinander. Probieren Sie beide Richtungen auf dem Brett oben aus und beobachten Sie, welche Löcher danach frei werden. So bekommen Sie schnell ein Gefühl dafür, wie sich die freien Löcher über das Brett bewegen.

Tipps für die ersten Züge

Der erste Zug ist egal

Zu Beginn ist nur die Mitte frei. Springen können deshalb nur die vier Steine, die zwei Löcher von der Mitte entfernt stehen: d2, d6, b4 und f4. Alle vier Sprünge enden in d4. Weil das Kreuz nach allen vier Seiten gleich aussieht, führen sie zur selben Stellung, nur gedreht. Sie können also ohne Nachdenken anfangen.

Keine einzelnen Steine zurücklassen

Ein Stein ohne Nachbarn kann weder springen noch übersprungen werden. Er bleibt stehen, bis ein anderer Stein neben ihm landet. Solche Inseln sind ein häufiger Grund, warum am Ende zwei, drei oder mehr Steine übrig bleiben. Achten Sie bei jedem Sprung darauf, dass kein Stein allein zurückbleibt.

Einen Arm nach dem anderen

Die Steine an den Enden der vier Arme sind am schwersten zu erreichen. Sie haben nur wenige Nachbarn und damit wenige Möglichkeiten zu springen oder übersprungen zu werden. Räumen Sie die Arme deshalb geordnet ab, einen nach dem anderen, statt überall ein wenig zu springen. So behalten Sie den Überblick.

Die Mitte nicht zu früh leeren

Wer den letzten Stein in der Mitte haben will, braucht dort bis zum Schluss Steine, über die die anderen zurückspringen können. Ein leerer Kern mit vollen Armen macht das Ende sehr schwer.

Mit Rückgängig üben

„Rückgängig“ nimmt Sprünge zurück, so oft Sie wollen. Nutzen Sie es, um zu sehen, wohin ein Fehler geführt hat. Nach ein paar Partien erkennen Sie gefährliche Stellungen früher.

Wie eine Partie endet

Am Ende einer Partie lohnt ein genauer Blick auf die übrigen Steine. Er verrät, wo es schiefgegangen ist.

StellungWas sie bedeutet
Ein Stein in der Mitte (d4)Perfekt gelöst.
Ein Stein an einer anderen StelleGewonnen, aber nicht perfekt. Der letzte Sprung endete außerhalb der Mitte.
Nur noch zwei Steine, direkt nebeneinanderNoch nicht vorbei. Jede Reihe und jede Spalte des Bretts hat mindestens drei Löcher, deshalb liegt hinter einem der beiden immer ein freies Loch. Ein Sprung fehlt noch zum Sieg.
Mehrere Steine ohne NachbarnVerloren. Diese Steine wurden irgendwann vom Rest abgeschnitten.

Typische Fehler sind schnell aufgezählt: ein Arm, der bis zum Schluss voll bleibt, ein Stein, der allein am Ende eines Arms zurückbleibt, und Sprünge, die nur deshalb gemacht werden, weil sie gerade möglich sind. Überlegen Sie vor jedem Sprung, welche Steine danach noch einen Nachbarn haben.

Die Lösung Schritt für Schritt

Das englische Brett ist lösbar, und zwar so, dass der letzte Stein in der Mitte steht. Wer nicht weiterkommt, findet die vollständige Lösung des Solitär-Brettspiels mit allen 31 Sprüngen. Dort können Sie die Züge einzeln durchgehen oder als Animation ablaufen lassen.

Zählt man mehrere Sprünge desselben Steins hintereinander als einen einzigen Zug, kommt man mit 18 Zügen aus. Diese Lösung fand Ernest Bergholt im Jahr 1912. John Beasley bewies 1964, dass es keine kürzere gibt.

Solitär als Holzspiel und Steckspiel

Viele kennen das Spiel als Brett aus Holz, mit Stiften zum Stecken oder mit Kugeln in Mulden. Die Regeln sind bei allen gleich: Es kommt nur auf die Form des Bretts an, nicht auf das Material. Ein Holzbrett mit 33 Löchern entspricht genau dem Brett oben auf dieser Seite.

Wir verkaufen keine Bretter und verweisen auf keine Shops. Wenn Sie zu Hause ein Brett haben, können Sie die Lösung trotzdem nachspielen: Merken Sie sich die Bezeichnung der Löcher mit a bis g und 1 bis 7 und gehen Sie die Sprünge der Reihe nach durch. Legen Sie die entfernten Steine beiseite und zählen Sie mit, dann verlieren Sie nicht den Faden.

Damit die Namen der Löcher stimmen, legen Sie Ihr Brett so vor sich, dass es zur Abbildung weiter oben passt. Beschriften Sie zur Not mit einem Zettel die Spalten a bis g und die Reihen 1 bis 7. Nach wenigen Sprüngen brauchen Sie diese Hilfe meist nicht mehr.

Online hat das Spiel zwei Vorteile: Ein falscher Sprung ist mit einem Tippen zurückgenommen, und das Brett lässt keine unerlaubten Züge zu.

Brettsolitär oder Patience?

Im Deutschen heißen zwei ganz verschiedene Spiele Solitär. Das eine ist dieses Brettspiel mit Steinen. Das andere ist ein Kartenspiel für eine Person, meistens das Klondike mit sieben Reihen und Talon. Beide spielt man allein, beide brauchen Geduld, aber sonst haben sie nichts gemeinsam.

Suchen Sie die Kartenspiele, finden Sie im Überblick über alle Patiencen Solitär, Spider, FreeCell, Pyramide und weitere Varianten. Das klassische Solitär mit Karten können Sie direkt spielen, und die Regeln des Karten-Solitärs erklären Aufbau und Züge Schritt für Schritt.

Häufige Fragen

Wie spielt man Solitär als Brettspiel?

Ein Stein springt waagerecht oder senkrecht über einen direkt benachbarten Stein in ein freies Loch dahinter. Der übersprungene Stein wird vom Brett genommen. Diagonale Sprünge sind nicht erlaubt. Sie spielen so lange, bis kein Sprung mehr möglich ist. Ziel ist, dass nur ein Stein übrig bleibt, am besten in der Mitte.

Wie nennt man ein Brettspiel für eine Person?

Das klassische Brettspiel für eine Person ist das Solitär, auch Brettsolitär oder Steckspiel genannt. Im Deutschen heißen auch Kartenspiele für eine Person oft Solitär; sie werden außerdem Patiencen genannt.

Wie viele Kugeln hat ein Solitär-Brett?

Das englische Brett hat 33 Löcher. Zu Beginn stecken 32 Kugeln, Stifte oder Steine darin, nur die Mitte bleibt frei. Das französische Brett hat 37 Löcher, also 36 Steine, wenn ein Loch frei bleibt.

Gibt es eine Lösung für das Solitär-Brettspiel?

Ja. Auf dem englischen Brett lässt sich die Partie so spielen, dass der letzte Stein genau in der Mitte steht. Die vollständige Lösung mit allen 31 Sprüngen zeigen wir auf der Seite Solitär-Brettspiel: Lösung, auch als Animation.

Wie viele Züge braucht man mindestens?

Für den Weg von 32 Steinen zu einem Stein braucht es immer genau 31 Sprünge, denn jeder Sprung entfernt einen Stein. Zählt man mehrere aufeinanderfolgende Sprünge desselben Steins als einen Zug, sind 18 Züge das Minimum. Diese Lösung fand Ernest Bergholt 1912; John Beasley bewies 1964, dass es nicht kürzer geht.

Darf man beim Solitär-Brettspiel diagonal springen?

Nein. Auf dem englischen Brett springen die Steine nur waagerecht oder senkrecht. Diagonale Sprünge kennt die klassische Regel nicht, und das Brett oben lässt sie auch nicht zu.

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